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Einblicke in eine andere (Archiv-)Welt – Mein Praktikum im LWL-Archivamt in Münster

Von Henning Bovenkerk

Das Archivreferendariat in Nordrhein-Westfalen sieht als Teil der Ausbildung ein vierwöchiges Praktikum in einem nichtstaatlichen Archiv vor. Da ich bisher nur Erfahrungen in staatlichen Archiven gesammelt hatte, freute ich mich darauf, dass ich dieses Praktikum vom 06.10.2025 bis zum 31.10.2025 beim LWL-Archivamt für Westfalen in Münster leisten durfte.

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Veröffentlichungen der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. – Band 25 ist da!

Der 25. Band der Reihe Veröffentlichungen der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. mit dem Titel “Franz von Bockum-Dolffs, Tagebuch des Koalitionskrieges 1792–1797“ ist erschienen.

Mit der Publikation wird eine bedeutende Quelle zur westfälischen Adelsgeschichte und zu den tiefgreifenden europäischen Umbrüchen am Ende des 18. Jahrhunderts erschlossen.
In seinem persönlichen Tagebuch dokumentiert Franz von Bockum-Dolffs die bewegten Jahre zwischen 1792 und 1797. Das Werk bietet nicht nur Einblicke in die militärischen Ereignisse der Koalitionskriege, sondern zeichnet auch ein lebendiges Bild der damaligen Lebenswelt und der politischen Herausforderungen aus einer spezifisch westfälischen Perspektive.

Das Buch kann für 35 Euro über das LWL-Archivamt für Westfalen erworben werden.

Urkundendigitalisate des Adelsarchivs Helmern sind online

Die Urkunden des Adelsarchivs Helmern wurden in diesem Jahr komplett digitalisiert und im Archivportal NRW eingebunden. Der Link zum Findbuch zum Bestand “Helmern A, Urkunden” ist hier: https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=FINDBUCH-Find_47A175A0-C77B-449A-BE74-90B18AE7D8A2P325RA15

Der Urkundenbestand wurde 1987 von Dr. Wolfgang Bockhorst, aufbauend auf früheren Bearbeitungen, in der vorliegenden Weise erschlossen.

Im Archiv Helmern befindet sich darüber hinaus nur noch eine weitere Urkunde im Bestand “Herstelle”, der ansonsten nur aus Akten besteht. (Bestandsinformationen: https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-Best_044CDC9B-D5B4-4E19-9E7A-49077A931030ACTAPRO. Hier wurde auf die Onlinestellung verzichtet. Stattdessen kann sie hier präsentiert werden:

Signatur: Hel.Her – Uk  1

Datierung: 1664 Mai 10 (1696, 1853)

Regest: “Joanna Agnes v. Harff, Witwe des Philipp Gottfriedt Spiegel zum Desenberg und Klingenburg, bekennt für sich, ihre Kinder und mit Wissen und Willen der unten benannten Vormünder, in ihren “anliggenden nöthen” von Gerhardt Boleman, Vormund der ehelichen Kinder des Leonhardt Kayser, 200 Rtl. in Kreuztalern, Friesentalern, Dukaten und Kopfstücken zu 10 Rtl. aufgenommen und heute in bar empfangen zu haben, die sie für die “bevorstehende Ehesache und Ehrenwerck” ihrer Tochter Francisca Maria Mechtilde verwenden möchte. Die Ausstellerin verpflichtet sich bzw. ihre Erben, die Kapitalien aus ihren klingenburgischen Gütern am Fest Circumcisionis Domini (1. Januar) dem Boleman bzw. dessen Erben entsprechend der Reichsordnung verzinsen zu wollen. Als Unterpfand setzt sie ihre klingenburgischen Pacht-, Mühlen- und Zehnteinkünfte ein; die Frist zur beiderseitigen Loskündigung beträgt ein halbes Jahr.

Rückseite: 1696 April 20 Kloster Gehrden

Caspar Philip Spiegel zum Desenberg bekennt, von der Äbtissin des Klosters Gehrden [Margaretha Josina Ursula v. Schorlemer] zur Ablösung der [umseitigen] Obligation 200 Rtl. in bar erhalten zu haben. Als Unterpfand setzt er die Pacht-, Mühlen- und Zehenteinkünfte seiner Güter zu Helmarshausen und Klingenburg, insbesondere aber die klingenburgischen Meiereieinkünfte, ein. Der Aussteller verpflichtet sich gegenüber der Gläubigerin, jährlich, am Fest Circumcisionis Domini (1.1.), an das Kloster eine Pension in Höhe von 10 Rtl. zu liefern.

Unterschrift des Ausstellers, dessen rotes Lacksiegel zerstört. Vermerk, Beverungen 1853 Oktober 27, daß nach Löschung der verbrieften 200 Reichstaler im Hypothekenbuch von Kassel infolge einer Verfügung von 1853 Oktober 26 die vorliegende Urkunde kassiert worden sei.”

LWL vor 50 Jahren – Landesarchivdirektor bekommt Bundesverdienstkreuz

 

Dieser Text ist Teil der Serie „Der LWL vor 50 Jahren“, in der die Auszubildenden zum/zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FaMI) – Fachrichtung Archiv des LWL-Archivamtes für Westfalen Einblicke in die Geschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geben.

Die Archivpflege in Westfalen hat eine lange Geschichte vorzuweisen, beginnend im Jahr 1927 bis heute. Ein Mann hat hierzu einen bedeutenden Teil beigetragen und für viele Jahre die Archivarbeit in Westfalen gefördert, was sogar mit einem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.

Ich spreche hier von dem ehemaligen leitenden Landesarchivdirektor Dr. Franz Herberhold.

Porträt von Dr. Franz Herberhold (Foto: LWL-Archivamt, Archiv LWL, 847/042949)

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Sommerfahrt 2025 der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. nach Rheine

Archivraum

Die jährliche Sommerfahrt als fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. führte in diesem Jahr in die Umgebung von Rheine,wo zunächst der Besuch eines sehr gut eingerichteten Adelsarchivs auf dem Programm stand. „Sommerfahrt 2025 der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. nach Rheine“ weiterlesen