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LWL vor 50 Jahren – Verabschiedung von Prof. Dr. Schepers, Gründungsdirektors des Freilichtmuseums in Detmold

Dieser Text ist Teil der Serie „Der LWL vor 50 Jahren“, in der die Auszubildenden zum/zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FaMI) – Fachrichtung Archiv des LWL-Archivamtes für Westfalen Einblicke in die Geschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geben.

LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 848/35: Prof. Dr. Josef Schepers bei der Einweihung des Brigittenhäuschens im Freilichtmuseum Detmold
LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 848/35: Prof. Dr. Josef Schepers bei der Einweihung des Brigittenhäuschens im Freilichtmuseum Detmold

Bei einladender Atmosphäre zwischen knisterndem Herdfeuer und einer historischen Standuhr wurde Prof. Dr. Josef Schepers, der Direktor des Freilichtmuseums Detmold, am 30. September 1976 im Gräftenhof des Museums verabschiedet. Mit der Feier im kleinen Kreis endete seine 13-jährige Tätigkeit als Museumsleiter. Als Gründungsdirektor hatte Schepers den Aufbau des Westfälischen Freilichtmuseums für bäuerliche Kulturdenkmale entscheidend geprägt und galt daher als dessen “Vater”.

Der 1908 im westfälischen Mesum geborene Schepers war Sohn eines Kleinwirts. Nach seinem Abitur in Rheine studierte er zunächst Malerei und Grafik, bevor er zur Germanistik, Kunstgeschichte, Geschichte und Volkskunde wechselte. Die Hinwendung zur Hausforschung entstand durch seinen Doktorvater Dr. Jost Trier, bei dem Schepers 1939 mit dem Thema “Das Bauernhaus in Nordwestdeutschland” promovierte. Währenddessen war er Assistent der Volkskundlichen Kommission, verlor diese Anstellung jedoch aus politischen Gründen und wechselte zum Landesamt für Baupflege unter Gustav Wolf. Dieser hatte Schepers mit den Worten “Kommen Sie zu uns, beim Bauen gibt es keine Ideologie” angeworben. 1940 wurde Schepers zum Kriegsdienst eingezogen. Sechs Jahre später konnte er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Referent am Landesamt für Baupflege wieder aufnehmen.

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Stadt- und Kreisarchiv Paderborn: Findbücher zur deutschen Studentengeschichte online

Seit 2001 verwahrt das Stadt- und Kreisarchiv Paderborn die Archivbestände der Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte e.V. Ein Teil der Archivalien ist ab sofort auch online recherchierbar: Auf der Homepage des Stadt- und Kreisarchivs (https://www.archive.nrw.de/stadt-und-kreisarchiv-paderborn) sind die Findbücher der drei Bestände „Schwarzburgbund 1839-1953“, „Schwarzburgbund ab 1959“ sowie „Bibliothek und Sammlung Schwarzburgbund ab 1834“ als PDF-Downloads verfügbar. Eine Bereitstellung der Erschließungsdaten im Archivportal NRW ist mittelfristig ebenfalls geplant.

LWL vor 50 Jahren – Einweihung einer modellhaften Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Haard

 Dieser Text ist Teil der Serie „Der LWL vor 50 Jahren“, in der die Auszubildenden zum/zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FaMI) – Fachrichtung Archiv des LWL-Archivamtes für Westfalen Einblicke in die Geschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geben.

Mitte der 1960er Jahre bestand im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) ein erheblicher Mangel an geeigneten Krankenhausplätzen, die zudem häufig nicht den aktuellen wissenschaftlichen Standards und therapeutischen Anforderungen entsprachen. Vor diesem Hintergrund entschloss sich der Landschaftsverband im Jahre 1965 zum Bau einer neuen Klinik für Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Als Leiter wurde im selben Jahr Dr. Egon Machetanz berufen, welcher zuvor als Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie-Abteilung an der Universitäts-Nervenklinik Münster tätig gewesen war. Dort hatte er 1962 bereits die KJP-Abteilung mit aufgebaut und konnte so mit seinen bisherigen Erfahrungen maßgeblich an der Konzeption der neuen Einrichtung mitwirken.

Bereits im Jahr 1966 erwarb der Landschaftsverband Westfalen das “Haardheim”, eine ehemalige Tuberkuloseheilstätte zwischen Haltern und Marl-Sinsen. Nach dem Umbau des Hauptgebäudes konnte das Krankenhaus als die dritte jugendpsychiatrische Einrichtung des LWL nach Marsberg und Hamm ihren Betrieb mit gerade mal 70 Betten aufnehmen. Dies stellte jedoch lediglich

LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 847/03374
LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 847/03374: Bau der Westfälischen Klinik Haardheim

den ersten Schritt dar, da auf dem rund 31 Hektar großen Gelände eine modellhafte Einrichtung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie entstehen sollte. Der Bau begann 1968 und dauerte bis 1976 an. In diesem Jahr wurden mit der Kirche und dem Reitstall die letzten Gebäude fertiggestellt.

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Dokumentationsbestand des Archiv LWL jetzt online recherchierbar!

Im Archiv LWL befindet sich eine umfangreiche Sammlung von zeitgeschichtlichen Publikationen aus der Herausgeberschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und seiner Vorgänger-Organisation.

Nachdem die Findmittel des Bestandes 843 – LWL-Dokumentation bereits 2012 kurz online recherchierbar waren, wurde der Bestand einer Revision unterzogen und ist nun im überarbeiteten Zustand über das Portal archive.nrw zugänglich.

Der Bestand umfasst etwa 7.000 Einheiten aus der Zeit von 1920 bis in das aktuelle Jahr (2026). Hauptsächlich handelt es sich um zitierfähiges Bibliotheksgut einschließlich, umfangreicher grauer Literatur. Dazu zählen kleinere Broschüren, Flyer, sowie weitere Mediengattungen, die überwiegend archivisch nach Provenienz geordnet sind, zur Sammlung.

Die LWL-Dokumentation führt einen Tätigkeitsnachweis der Dienststellen und dokumentiert über die Zeit den Wandel von Aufgaben und des Selbstverständnisses des Landschaftsverbandes und seiner Gliederungen.

Beispielhaft finden sich hier:

  • Ausstellungskataloge und Veranstaltungsprogramme der LWL-Museen
  • Festschriften verschiedener Einrichtungen wie Förderschulen oder Kliniken
  • Tagungsdokumentationen, Arbeitshilfen und -empfehlungen verschiedener überregional tätiger Einrichtungen

Die Sammlung wächst kontinuierlich, da die Dienststellen des LWL verpflichtet sind Exemplare ihrer Veröffentlichungen an das Archivamt weiterzugeben. So kann auch in Zukunft der Wandel der Außendarstellung des LWL nachvollzogen werden.

Die Archivalien eignen sich besonders für einen Einstieg in die Quellenarbeit, da die Werke oftmals Informationen in leicht zugänglicher Form bündeln. Die Nutzung ist unkompliziert über das Bestellsystem des Portals archive.nrw oder direkt über das Archivamt möglich.

Die Plakatsammlung des Archiv LWL ist jetzt online recherchierbar

Plakate gehören zu den visuellen Quellen, die institutionelle Kommunikation besonders anschaulich dokumentieren. Sie informieren über Veranstaltungen, Kampagnen, Ereignisse und spiegeln zugleich Gestaltungstrends und gesellschaftliche Themen ihrer Entstehungszeit wider.
Mit der Veröffentlichung des Findbuchs der Plakatsammlung (Bestand 845) auf Archive.NRW macht das Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe seine Sammlung nun erstmals online recherchierbar.

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