Digital resources in the Social Sciences and Humanities OpenEdition Our platforms OpenEdition Books OpenEdition Journals Hypotheses Calenda Libraries OpenEdition Freemium Follow us

Trauma und Archiv – eine kurze Projektskizze zur Umfrage

Die internationale Forschung zur Verbindung von Trauma und Archiv betont seit längere Zeit das große Potenzial, dass in archivischen Beständen in Bezug auf (re-)traumatisierenden oder als psychisch belastend wahrgenommenen Archivalien besteht. International vergleichende Studien zeigen dabei auf, dass die Problematik bisher unterschätzt wurde und viele Archivar:innen und Nutzende bereits Kontakt mit solchen Inhalten hatten. Auch in Deutschland nimmt die Auseinandersetzung mit dem Thema seit Kurzem zu, es besteht jedoch ein großes Desiderat in Bezug auf Grundlagenforschung.

An diesem Punkt möchte ich mit meiner Transferarbeit ansetzen. Einerseits möchte ich diese wichtige Grundlagenforschung leisten: Wie relevant ist die Auseinandersetzung mit psychisch belastenden Inhalten und wie häufig werden Archivar:innen und Nutzende mit diesen Inhalten konfrontiert? Wie sehr beeinflusst beide Gruppen die Arbeit mit diesen Inhalten? Und welche Strukturen und Angebote helfen dabei, mit ihnen umzugehen? Mit Hilfe der Umfrage möchte ich darin tiefere Einblicke erhalten, in dem ich die Erfahrungen der Teilnehmenden und welche Möglichkeiten zum Umgang damit bestehen abfrage.

Andererseits ist ein zweites Ziel meiner Transferarbeit, dass auf Grundlage der Ergebnisse der Umfrage eine praktische Handreichung zum Umgang mit der Thematik im Archiv erarbeitet wird. Diese soll niederschwellig und mit einem geringen Ressourcenaufwand eine erste Hilfestellung mit dem Thema im Archiv sein – eben sowohl für die Mitarbeitenden als auch im Umgang mit dem Thema bezüglich der Nutzenden.

Umfrage: Trauma und Archiv

Bitte nehmen Sie auch Teil, wenn Sie bisher noch keinen Kontakt zu der Thematik hatten. Ich führe diese Umfrage im Rahmen meiner Abschlussarbeit an der Archivschule Marburg durch, um tiefere Einblicke in den Umgang mit Trauma im Archiv und die Relevanz des Themas zu erhalten.

Die Thematik “Trauma” an sich kann bereits als belastend wahrgenommen werden. Alle Fragen sind daher optional und müssen nicht beantwortet werden. Falls Sie sich bei der Bearbeitung der Umfrage unwohl fühlen, können Sie diese jederzeit beenden.

Die Umfrage ist vollständig anonym.

Vielen Dank für Ihr Interesse und für die Teilnahme!

Henning Bovenkerk

Link zur Umfrage: https://hbovenkerk.limesurvey.net/815548?lang=de&newtest=Y 

 

 

 

 

 

 

Ausschreibung: FaMI-Ausbildungsplatz für 2027 beim Kreisarchiv Steinfurt

Der Kreis Steinfurt ist ein modernes öffentliches Dienstleistungsunternehmen und mit seinen 24 Städten und Gemeinden der zweitgrößte Landkreis in Nordrhein-Westfalen. Sein Team von mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ca. 85 Auszubildenden engagiert sich täglich für die rund 470.000 Einwohnerinnen und Einwohner des Kreisgebietes.

Möchtest Du uns helfen, den Kreis Steinfurt kulturell weiterzuentwickeln? Dann starte am 1. August 2027 die Ausbildung zum/zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste beim Kreis Steinfurt. Und werde flexibel für den Arbeitsmarkt: Du kannst Dich nach der dreijährigen Ausbildungszeit sowohl in der “freien Wirtschaft” als auch in der öffentlichen Verwaltung bewerben! Typische Arbeitsbereiche sind z.B. Kommunal- und Staatsarchive, öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Fachinformationszentren sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. „Ausschreibung: FaMI-Ausbildungsplatz für 2027 beim Kreisarchiv Steinfurt“ weiterlesen

Archive und Demokratie – Rückblick auf den 59. Rheinischen Archivtag in Ratingen, 2./3.6.2026

In der vergangenen Woche fand der Rheinische Archivtag in Ratingen statt. Das LWL-Archivamt für Westfalen und das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum haben sehr ähnliche Aufgaben und Herausforderungen in der Beratung der nichtstaatlichen Archive in NRW zu leisten. Ein Blick auf den westlichen Teil unseres Bundeslandes lohnt daher immer. Üblicherweise werden die Vorträge der Rheinischen Archivtage in einem Sammelband publiziert, der zum Archivtag des Folgejahres vorliegt. Viele ältere Tagungsbände sind bereits frei online zugänglich.  Wer nicht so lange warten möchte, hat seit 2012 die Möglichkeit, den ausschließlich rund um die Rheinischen Archivtage genutzten Blog zu lesen, wo vorab Abstracts und direkt bzw. kurz nach den einzelnen Vorträgen umfangreiche Zusammenfassungen zu lesen sind. Das gesamte Programm des diesjährigen Rheinischen Archivtages bietet einen guten Überblick über die diesjährigen Sektionen 1 (Archive und Transparenz), wobei der Vortrag zu den kirchlichen Archiven leider krankheitsbedingt ausfallen musste, 2 (Archive und das Vertrauen in die Institutionen) und 3 (Archive und Demokratiebildung), sowie die drei Gesprächsrunden (1: Archivische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit als regionales Angebot; 2: Archive und KI; 3: Qualifikation und Fachkräfteförderung).

Vorträge (in Auswahl, mehr im Blog):

Sektion 1:

Julia Schneider (Hessisches Landesarchiv/Archivberatung Hessen): Archivische Schutzfristen und Transparenz – ein Gegensatz?

Thorsten Preuss (Digitalisierung und Informationstechnik, Stadt Köln): Die Sicherstellung der Merkmale Authentizität und Integrität in Zeiten des KI-Einsatzes | Rheinischer Archivtag

Sektion 2:

Matthias Buchholz (Bundesstiftung Aufarbeitung): Vertrauensraum Archiv. Zwischen Offenheit, Schutz und historischer Wahrheit

Tobias Herrmann (Landesarchiv NRW): Online-Bereitstellung von zeitgeschichtlichem Archivgut: Vertrauensverlust oder Vertrauensgewinn?

Diskussionsrunde 2:

Matthias Peissner (Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation): Künstliche Intelligenz für die Archivarbeit: Innovationsnetzwerk und erste Erfahrungen

Diskussionsrunde 3:

Stefan Schröder (LWL-Archivamt für Westfalen): Individuell und passgenau: das VdA-Mentoring-Programm

Thea Fiegenbaum (LVR-AFZ): Das Fortbildungscurriculum des LVR-AFZ: Zielgruppen und Anwendung

Der nächste Rheinische Archivtag wird 2027 in Jülich stattfinden.

Einblicke in eine andere (Archiv-)Welt – Mein Praktikum im LWL-Archivamt in Münster

Von Henning Bovenkerk

Das Archivreferendariat in Nordrhein-Westfalen sieht als Teil der Ausbildung ein vierwöchiges Praktikum in einem nichtstaatlichen Archiv vor. Da ich bisher nur Erfahrungen in staatlichen Archiven gesammelt hatte, freute ich mich darauf, dass ich dieses Praktikum vom 06.10.2025 bis zum 31.10.2025 beim LWL-Archivamt für Westfalen in Münster leisten durfte.

„Einblicke in eine andere (Archiv-)Welt – Mein Praktikum im LWL-Archivamt in Münster“ weiterlesen

„Praktische Archivkunde” jetzt als Open-Access-Download verfügbar

Das Standardwerk „Praktische Archivkunde: Ein Leitfaden für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv“ ist ab sofort als Open-Access-Download zugänglich.

Da die 4. Auflage des Handbuchs vergriffen ist und der Ardey-Verlag seine Buchproduktion Ende 2025 leider einstellen musste, ist eine Neuauflage nicht geplant. Um die Inhalte für die Fachwelt und Ausbildung dennoch zur Verfügung zu stellen, wurde die Publikation nun als Open Access zum Download bereitgestellt.

Zum Inhalt

Der Leitfaden wurde von Expertinnen und Experten im Rahmen der kommunalen Archivpflege entwickelt. Er bietet eine strukturierte Übersicht zu Fragen der Archivtheorie und -praxis und richtet sich gezielt an:

  • Auszubildende (FaMIs): Als praxisnahe Begleitung während der Ausbildung.

  • Berufspraktiker: Als verlässliche Handreichung im Arbeitsalltag.

  • Quereinsteiger: Als fundierte Einführung für Mitarbeitende ohne spezifische Fachausbildung.

Download

Interessierte können sich das Handbuch unter dem folgenden Link herunterladen: https://www.lwl-archivamt.de/de/publikationen/praktische-archivkunde/