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Zu Gast in einem Adelsarchiv

Während die „alten“ FaMIs sich auf ihre Abschlussprüfung vorbereiten, fangen wir „Neuen“ nun an, das Erbe zu übernehmen. Wir, das sind Nabil Rezgui und Tim Odendahl, haben im letzten August unsere Ausbildung im LWL-Archivamt begonnen und uns schnell eingelebt. Der erste Teil unserer Serie beschäftigt sich mit dem Besuch eines Adelsarchivs, bzw. der Arbeit vor Ort. Anlass war der Besuch von Haus Egelborg, einem Schloss im Westmünsterland, vorige Woche.

von Tim Odendahl

© Günter Seggebäing, CC BY-SA 3.0
© Günter Seggebäing, CC BY-SA 3.0, Haus Egelborg, Legden (DSC03766)

Die Archivreferentinnen und -referenten des LWL-Archivamts machen häufig Dienstfahrten zu Adelsarchiven in ganz Westfalen. Sie kümmern sich dann im Rahmen der Betreuung der Familien- und Adelsarchive um die Bestände, sprechen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, bringen alte Akten zurück und heben neue aus. Immer wieder sind dann auch wir FaMIs mit dabei, um sie dort zu unterstützen.

Zuerst werden meistens die mitgebrachten Akten reponiert, sprich wieder in die Kisten vor Ort einsortiert. Diese haben sich Benutzerinnen und Benutzer im Lesesaal des LWL-Archivamts angesehen und werden nicht mehr gebraucht oder wurden in der Restaurierungswerkstatt instand gesetzt. Sie kehren nun an ihren Ursprungsort zurück, von dem sie eine Weile zuvor abgeholt wurden. Dabei werden wie in unserem Magazin die Einlegezettel sowohl aus der Akte als auch aus dem Karton entnommen. „Zu Gast in einem Adelsarchiv“ weiterlesen

Praktikum in Ostfriesland

Moin Freunde des Archivs! Im Zuge der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienst, Fachrichtung Archiv, ist es auch erforderlich ein Praktikum in einem anderen Archiv abzuleisten. Dieses Archiv sollte möglichst einer anderen Archivsparte angehören, da es innerhalb der Sparten, was die Zuständigkeit und die damit verbundene Art der zu übernehmenden Akten betrifft, naturgemäß große Unterschiede gibt. Kurzum, eine neue Archivsparte kennenzulernen gewährt einen Blick über den Tellerrand des gewohnten Arbeitsalltags im Ausbildungsbetriebund kann eine gute Vorbereitung für die Zeit nach der Ausbildung sein,sowie eine zusätzliche Möglichkeit die Fühler nach einem potentiellen späteren Arbeitgeber auszustrecken.

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Aufbereiten von Registraturgut

_BO_0740Hallo werte Archivinteressierte. Heute möchte ich auf eine grundlegende Aufgabe in unserem Arbeitsalltag eingehen, nämlich das Aufbereiten von Registraturgut. Viele Unterlagen aus der jüngeren Verwaltungsgeschichte bekommen wir von unserem Registraturbildner in Stehordnern überlassen, welche für eine dauerhafte Einlagerung im Magazin überaus ungeeignet sind, da die aufrechte Platzierung des Ordners schwerkraftbedingt nach einiger Zeit zu Verformungen führt, was auch seinen Inhalt schädigen kann. Zudem verbraucht der Stehordner auch in Hinblick auf die enthaltene Schriftgutmenge, mehr Regalplatz als eine gut gefüllte Archivschachtel. Natürlich ist die Archivschachtel auch wesentlich stabiler und liegt sicherer im Regal. (Aufbereitet) Umgebettet wird auch, um chemische Substanzen innerhalb des Archivguts zu minimieren wie z.B. mögliche Weichmacher in Klarsichthüllen, oder Metall (Büroklammern, Heftklammern), welches korrodieren kann.

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Rückführung von Archivgut nach Schutzdigitalisierung

Foto: LWL-ArchivamtHallo Freunde des Archivs. Mit dem Referatsleiter für Regionale Archivpflege, Herrn Dr. Worm und unserem Praktikanten Herrn Ebert war ich auf Dienstreise nach Schloss Bruchhausen, einem Adelssitz im südöstlichen Stadtgebiet von Olsberg im Sauerland. Da das Privatarchiv sich in einem potentiell feuergefährdeten Teil des Schlosses befindet, wurde ein Teil des Bestands Anfang 2013 im Rahmen der Bundessicherungsverfilmung und unter Organisation des LWL-Archivamts zum Technischen Zentrum des Landesarchivs NRW in Münster-Coerde transportiert. Ein netter Zusatzeffekt der Verfilmung ist natürlich, dass für die Benutzung der Archivalien aus Bruchhausen nun kein aufwändiges Heranschaffen des Schriftgutes aus dem Sauerland erforderlich ist, sondern dass die von Benutzern gewünschten Schriftstücke in Bälde ganz problemlos in digitalisierter Form bei uns im Archivamt eingesehen werden können. Das spart Kosten und schont die Originale.

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Bewertung von Karten und Plänen in der Praxis

(von Marcel Wachnau)

Wie in vielen Archiven steht man auch bei uns manchmal vor einer auf den ersten Blick unmöglich zu beendenden Arbeit. Dem Archiv wurden mehrere tausend Karten und Pläne aus der Zeit des frühem 19. Jahrhunderts bis  in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts angeboten, welche nun für die Übernahme bewertet und erschlossen werden müssen. Es wird also jedes Objekt auf seine Archivwürdigkeit und -fähigkeit überprüft, nummeriert und in eine Liste aufgenommen.

Bei der Menge ist dies logischerweise mit einem zeitlich nicht zu kurz bemessenen Aufwand  verbunden, welcher, obwohl sich die Bewertung und  Übernahme trotz regel- DSCN0003[1]mäßiger Termine vor Ort über Monate hinziehen wird, durch das erreichte aber in jeden Fall gerechtfertigt ist. Denn durch die Übernahme dieser Karten und Pläne in das Archiv, im Besonderen durch die archivgerechte Lagerung unter Einhaltung der Klimatischen Bedingungen, und gegebenenfalls durch die restauratorische Bearbeitung in unserer Werkstatt, verbessern sich die Aussichten auf einen dauerhaften Erhalt des Materials signifikant. Ebenso garantieren wir eine Nutzung durch Öffentlichkeit und Wissenschaft, welche schon aufgrund der gegenwärtig nicht vorhandenen Findmittel nur stark eingeschränkt möglich wäre.

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